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Bitcoin unter Druck: Geldpolitik und US-Regulierung bremsen Kryptomarkt

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Der Kryptomarkt könnte in den kommenden Monaten mit weiteren Belastungen konfrontiert werden. Nach Einschätzung des Vermögensverwalters CoinShares erschweren vor allem die restriktive Geldpolitik der US-Notenbank sowie Verzögerungen bei der geplanten US-Kryptoregulierung eine nachhaltige Erholung. Bitcoin zeigt sich dabei vergleichsweise widerstandsfähig, während Ethereum und andere Altcoins stärker unter Druck stehen.

James Butterfill, Head of Research bei CoinShares, sieht insbesondere die Geldpolitik der US-Notenbank als Belastungsfaktor. Die Fed signalisiert demnach bis 2027 keine deutliche geldpolitische Lockerung. Ein weiterhin hohes Zinsniveau stärkt den US-Dollar und hält die Renditen kurzfristiger US-Staatsanleihen hoch. Damit bleiben die Liquiditätsbedingungen für risikoreichere Anlageklassen wie Kryptowährungen schwierig.

Zusätzlicher Inflationsdruck könnte durch die Folgen des Iran-Konflikts und steigende Energiepreise entstehen. Sollten die Inflationserwartungen erhöht bleiben, würde dies den Spielraum der US-Notenbank für Zinssenkungen weiter einschränken.

Unter diesen Voraussetzungen hält Butterfill einen nachhaltigen Anstieg des Bitcoin-Kurses über 80.000 US-Dollar bis zum Jahresende für eher unwahrscheinlich. Voraussetzung für eine deutlich positivere Entwicklung wären Veränderungen bei den Inflationserwartungen oder den geldpolitischen Aussichten. Das langfristige Investmentnarrativ für Bitcoin sieht CoinShares durch die aktuellen Belastungsfaktoren jedoch nicht grundsätzlich gefährdet.

**Verzögerter CLARITY Act belastet Altcoins**

Neben der Geldpolitik sorgt auch die verzögerte Verabschiedung des CLARITY Act für Unsicherheit. Der Gesetzentwurf soll einen klareren regulatorischen Rahmen für den US-Kryptomarkt schaffen und ist unter anderem für den Umgang mit Stablecoins von Bedeutung. Nach einer Überarbeitung könnte das Vorhaben möglicherweise Anfang kommenden Jahres erneut auf die politische Agenda kommen.

Von der regulatorischen Unsicherheit sind laut Butterfill insbesondere Ethereum und andere Altcoins betroffen. Bitcoin besitzt dagegen bereits einen vergleichsweise klaren regulatorischen Status und zeigt sich deshalb robuster gegenüber den aktuellen Entwicklungen.

Ein möglicher späterer Impuls könnte vom US-Anleihemarkt ausgehen. Sollten die Renditen aufgrund der hohen Staatsverschuldung weiter steigen und damit den politischen Handlungsdruck erhöhen, könnte eine stärkere Liquiditätsreaktion der US-Behörden folgen. Ein solches Szenario könnte sowohl Gold als auch Bitcoin unterstützen. CoinShares betrachtet diese Entwicklung allerdings ausdrücklich als Randrisiko und nicht als Basisszenario.

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